Erbfeinde – Erbfreunde

Zur Vernissage und zur Besichtigung der Ausstellung Erbfeinde – Erbfreunde, die deutsch-französischen Beziehungen zwischen 1870 und 1945 im Spiegel zeitgenössischer Literatur laden wir Sie ganz herzlich im Namen des Lehrstuhls für Romanische Philologie ein.

Die Vernissage findet am Dienstag, dem 9. September 2008 um 19 Uhr im Bibliotheksbereich A3 im Quadrat A3,6-8, 2. OG statt. Die Ausstellung ist wochentags von 8 Uhr bis 24 Uhr geöffnet, an Wochenenden von 10 Uhr bis 24 Uhr. Sie ist bis zum 2. November in Mannheim zu sehen.

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Anlässlich der Vernissage gibt Prof. Dr. Frank Baasner eine Einführung in die Thematik der Ausstellung und lädt Sie herzlich zur Teilnahme und zum anschließenden Umtrunk ein.

Der Ausstellungskatalog kann zum Preis von 15,00 Euro (für Studenten ermäßigt: 7,50 Euro) erworben werden.
Eine individuelle Führung durch die Ausstellung können Sie gerne mit den Mitarbeitern des Lehrstuhls für Romanische Philologie vereinbaren.

Diese Ausstellung wurde vom Deutsch-Französischen Institut in Ludwigsburg konzipiert und realisiert und bereits in Paris sowie in Fellbach und an der Universität Eichstätt-Ingolstadt gezeigt. Nach Mannheim wird sie dann nach Heidelberg wandern.

Gutnachbarschaftliche Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland sind heute nahezu eine Selbstverständlichkeit. Leicht kann dabei in Vergessenheit geraten, welchen Belastungen die Beziehungen zwischen beiden Ländern während der vergangenen anderthalb Jahrhunderte ausgesetzt waren. Umso bemerkenswerter ist die Leistung der deutsch-französischen Aussöhnung seit 1945.

Ein Ausstellungsprojekt des Deutsch-Französischen Instituts, das von der Dr. Karl Eisele & Elisabeth Eisele Stiftung gefördert wird, soll in Erinnerung rufen, wie schwer es beiden Ländern lange Zeit fiel, zueinander zu finden. Die Ausstellung versucht die Entwicklung des deutsch-französischen Verhältnisses in der Zeit zwischen 1870 und 1945 nachzuzeichnen. Überschattet wurde diese Periode von drei kriegerischen Auseinandersetzungen: dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 sowie natürlich dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Erst auf den zweiten Blick wird daher deutlich, dass es trotz aller Schwierigkeiten in dieser Zeit immer wieder ernsthafte Bemühungen in beiden Ländern um Annäherung und Aussöhnung gab, getragen von der Politik, vor allem aber auch von Vertretern der Zivilgesellschaft. Damit war der Grundstein gelegt für einen Aussöhnungsprozess, der nach 1945 endlich dauerhaft Früchte trug.

Gestützt auf den umfassenden zeitgenössischen Literaturbestand der Bibliothek des Deutsch-Französischen Instituts wird diese Entwicklung nachgezeichnet: Anhand zahlreicher Veröffentlichungen, schwerpunktmäßig aus dem Zeitraum zwischen 1870 und 1945, soll erfahrbar werden, wie sich die Befindlichkeiten im deutsch-französischen Verhältnis im Zeitverlauf entwickelt haben, um schließlich in jenen – im Projektkontext natürlich auch thematisierten – Aussöhnungsprozess zu münden, der mit der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages im Jahr 1963 einen ersten Höhepunkt erreichte und bis heute andauert.

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4 Kommentare zu Erbfeinde – Erbfreunde

  1. Gabriele Leichert (Mitarbeiterin der UB) sagt:

    Die Ausstellung ist in der Tat noch auf Wanderschaft und momentan in Essen zu sehen. Da Ausstellungsinitiatior das Deutsch-Französische Institut in Ludwigsburg ist, finden Sie die aktuellen Informationen zu diesem Projekt auf dieser Webseite:
    http://www.dfi.de/de/projekte_ausstellung.shtml

  2. Heilbronner sagt:

    Ist die Ausstellung denn inzwischen stationär in Heidelberg angesiedelt oder an einem anderen Ort zu besichtigen?

  3. Gabi Leichert (Mitarbeiterin der UB) sagt:

    Lieber Herr Westermann,
    es tut uns außerordentlich leid, dass Sie die Ausstellung nicht finden konnten. Wir entschuldigen uns auch für das nicht informierte Personal am Wochenende.
    Die Ausstellung finden Sie im Bibliotheksbereich A 3 im 2. OG. Die Treppe dorthin ist direkt bei der Aufsichtstheke. An dieser Treppe sollte eigentlich ein sichtbarer Hinweis auf die Ausstellung sein.
    Danke für Ihren Hinweis, ich werde mich um eine bessere Ausschilderung kümmern.

  4. Westermann Heinz sagt:

    Meine Frau und ich wollten am Samstag den 13. 9. gegen 17:30 Uhr die Ausstellung besuchen. Leider konnte uns, auch im Bibliotheksbereich A3, niemand sagen, wo denn die Ausstellung sei. Nicht einmal die junge Dame
    an der Rezeption direkt hinter der Glastür (an der sogar 2 kleine Plakate der Ausstellung hängen) konnte, auch nach einem Anruf bei irgendjemand, uns sagen wo wir hingehen sollten und zuckte bedauernd die Schultern!

    Freundliche Grüße
    Heinz Westermann

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