Vorbild, Schrecken, Faszination

Wie viel Frankreich steckt in Mannheim?

Ausstellung im Bibliotheksbereich A 3

vom 22. Mai bis zum 8. Juli 2007
Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-24 Uhr, Sa-So 10-24 Uhr

Frankreich in Mannheim

[update 26.07.2007]
Einladung zur Finissage am 6. Juli 2007

Die Organisatoren der in Zusammenarbeit des Lehrstuhls Romanistik II und der Universitätsbibliothek entstandenen Ausstellung „Vorbild – Schrecken – Faszination, Wie viel Frankreich steckt in Mannheim?“ laden zur Finissage am Freitag, den 6. Juli um 17 Uhr ein. Dies gibt noch einmal Gelegenheit die Ausstellung zur Rolle der französischen Sprache und Kultur in der Geschichte Mannheims mit ihren von Studierenden der Romanistik und Geschichte gestalteten Themenplakaten und Vitrinen unter sachkundiger Führung im Bibliotheksbereich A3 der Universitätsbibliothek zu besichtigen.

[update 22.07.2007]
Es gibt weitere Führungen durch die Ausstellung:

Verena Kirchner führt vom
Di, 26. Juni bis Do, 28. Juni jeweils um 10:00 Uhr auf französisch oder deutsch, bitte anmelden

Daniel Wimmer führt vom
Mo, 25. Juni bis Fr, 29. Juni und Mo, 2. Juli bis Fr. 6. Juli jeweils vormittags oder nachmittags, bitte anmelden

Odile Weber führt vom
Mo, 25. Juni bis Fr, 29. Juni und Mo, 2. Juli bis Fr. 6. Juli, jeweils nachmittags – mit Besichtigung der Schauplätze im Schloss, bitte anmelden

Am Dienstag, 19. Juni um 11 Uhr findet eine Führung durch die Ausstellung statt. Um Anmeldung wird gebeten.

Im Zentrum der Ausstellung steht die Rolle der französischen Sprache und Kultur in der Geschichte Mannheims. Die Ausstellung bietet vielfältige Einblicke in die Themenbereiche Stadtgeschichte, Religion, Schloss- und Gartenarchitektur, Hofleben, Musik und Theater, Verlagswesen und Literatur sowie der Sprachgebrauch der Mannheimer damals und heute. So gehört die französischsprachige Ausgabe der Mannheimer Stadtprivilegien von 1652 ebenso zu den Ausstellungsstücken wie eine Ausgabe von Voltaires Olympie, ein Schauspiel, das 1762 am damaligen kurpfälzischen Hoftheater uraufgeführt wurde. 1607 von Kurfürst Friedrich IV gegründet, erlebte Mannheim im Laufe der mittlerweile 400jährigen Geschichte sowohl Zerstörung und Verwüstung als auch wirtschaftliches und kulturelles Wachstum. Die kurfürstliche Politik der Freiheit und Solidarität machte Mannheim zur Zufluchtsstätte für religiös Verfolgte, vor allem aus Frankreich, die in der Stadt an Neckar und Rhein ein neues Zuhause finden sollten. Das „Mannheimer Experiment“ des multikulturellen Zusammenlebens hinterließ seine Spuren. Der Einfluss der französischen Kultur ist noch heute in Architektur, Sprache, Kunst und vielen anderen Bereichen des Mannheimer Lebens sichtbar.
Dieser besondere Aspekt der Mannheimer Stadtgeschichte steht erstmals im Mittelpunkt einer eigenständigen Ausstellung, die sowohl den Abschluss als auch den Höhepunkt mehrerer Semester voller Recherche, Dokumentation und Illustration von Mannheims französischen Elementen bildet. Das Projekt entstand bereits Anfang 2006 durch die Zusammenarbeit der Studierenden des Romanischen Seminars der Universität Mannheim mit der Universitätsbibliothek. An Hand von anschaulich erklärten Bilddokumenten und bedeutender zeitgenössischer Bücher wird durch die Ausstellung geführt, um so den Einfluss der französischen Sprache und Kultur in Mannheim zu präsentieren.Im Laufe des täglichen Ausstellungsbetriebs wird es eigens für Schulklassen angebotene und von Studenten betreute Führungen durch diese Ausstellung geben, die den Besucher in eine bewegende und aufregende Zeit entführt, in der Mannheim kulturell, gesellschaftlich und sozial eine Stadt von besonderem Rang war.

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2 Kommentare zu Vorbild, Schrecken, Faszination

  1. Jodelet sagt:

    na klar, dass ich am di 19. juni um elfe komme!

  2. Jodelet sagt:

    na, wenn dieses projekt die stellung der Franko-Romanisitik an der Uni MA stärkt: umso besser…
    ob wohl auch an die theater-aufführungen des ws 1968/69 und ss 1969 erinnert wird? die tatsache, dass ich in den Précieuses Ridicules moliere’s sowie gleich mehrere rollen in Les Amants du Métro von NN gespielt habe, sind mir die liebste erinnerung an mein MAer Studium. wir haben im keller des Tattersall-Gebäudes bei bahn und bahnpost (der exil-ort der philologien) geprobt und vor vollen sälen in der kunsthalle MA und der region gespielt. dass sich das cabinet de lecture der électrice Elisabeth Auguste ausgerechnet in nächster nähe zur romanistischen bibliothek befindet, habe ich allerdings erst jahre später erfahren…. in omnibus veritas! ad multos annos!vfc!

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